UNSERE KLEINTIERE

KLEINTIERVERMITTLUNG BEIM TIERSCHUTZVEREIN LANDKREIS EBERSBERG

Das weibliche Fundkaninchen Mohnschnecke (Alter unbekannt) wurde kürzlich bei uns abgegeben. Da offensichtlich niemand das hübsche Langohr vermisst, möchten wir dem Schneckchen an dieser Stelle dabei behilflich sein, ein schönes neues Zuhause zu finden. Mohnschnecke ist nicht nur süß anzusehen, sie hat auch einen großen Wunschzettel: ein wetter- und raubtiergeschütztes Haus, in das kein Marder oder Fuchs eindringen kann, einen ordentlichen Auslauf zum Hoppeln und Hakenschlagen und einen netten Kumpel zum Spielen und Kuscheln.

Kontakt: Telefon 08092 2470646

 

Der hübsche Zwergwidderbub namens Hansi (links) ist 5 Jahre alt. Er musste leider sein bisheriges Zuhause verlassen und sucht nun mit unserer Hilfe auf diesem Wege ein schönes neues Heim, wo er herumhoppeln und sich des Lebens freuen darf. Er ist kastriert und hat bei uns einen neuen Freund gefunden, mit dem er seither unzertrennlich ist: Hansi und Zimtstern, der Findelkaninchenbub, wohnen bei uns im Freigehege, lieben es, durch die Wiese zu fetzen und den ein oder anderen Haken zu schlagen. Außerdem sind sie so eng miteinander, dass sie zum Schlafen kuscheln und Seite an Seite fressen. Hansi und Zimtstern wünschen sich natürlich für ihr künftiges Domizil auch viel Platz, eine reine Innenhaltung würde sie traurig und krank vor Kummer machen und kommt deshalb nicht in Frage.

Kontakt: Telefon 08092 2470646

 

Hoppel und Moppel, stattliche "Deutsche Riesen"-Mix-Burschen sind etwa eineinhalb Jahre alt und kastriert. Ihr Familie musste sie schweren Herzens bei uns abgeben, da eine Freigehegehaltung im neuen Zuhause nach einem Umzug nicht mehr möglich war.

Die beiden knuffigen Kerle sind freundlich, aufgeschlossen und neugierig und können, wie man auf den Bildern sieht, einer frisch gepflückten Löwenzahnblüte oder einem Gänseblümchen aus der Hand nie widerstehen. Da sie sich seit jüngster Kindheit kennen, werden Hoppel und Moppel nur gemeinsam vermittelt.

Sie brauchen einen wind-, wetter- und wildgeschützten großen Stall mit eingezäuntem Freigehege, um auch in Zukunft gemeinsam hoppeln, fetzen und spielen zu können. Bitte beachten Sie hierzu auch unseren untenstehenden Text zur richtigen Haltung von Kaninchen.

Telefon: Kontakt 08092 2470646

 

Kaninchen werden leider vielerorts in viel zu kleinen Käfigen gehalten. Sei es nun der Holzstall draußen oder der Plastikkäfig für die Wohnung. Erschwerend kommt noch hinzu, dass sie weder in der Wohnung frei laufen dürfen noch einen großzügigen Freilauf haben. Tagein, tagaus sitzen sie fast immer an der gleichen Stelle, weil der Stall nicht mehr Bewegungsfreiheit erlaubt - angesichts der kräftigen Hinterbeine sind sie aber zu enormen Sprüngen fähig!
Auch sind die Käfige meist nur spärlich oder gar nicht eingestreut. Besonders im Winter benötigen sie viel Stroh, um sich bei Kälte ein warmes Nest bauen zu können. Viele „räumen“ ihre Kaninchen im Winter in die Garage oder den dunklen Holzschuppen, damit sind sie dann komplett isoliert und von der Welt abgeschnitten. Was gut gemeint ist, ist aber Tierquälerei. Die Tiere brauchen regelmäßige Zuwendung. Kaninchen schreien nicht und wehren sich nicht, sie leiden still vor sich hin.
Kaninchen sind Gesellschaftstiere (leben in Familienverbänden) und sollten mindestens zu zweit gehalten werden, da sie sonst vereinsamen. Sie kuscheln und fressen zusammen und putzen sich gegenseitig. Der Tierschutzverein ist gerne behilflich bei der Vermittlung eines Zweittieres, falls Sie bislang ein Einzeltier halten sollten.

Warum baut man nicht im Freien ein kleines Gehege um den Stall?
So muss nur täglich die Türe morgens aufgemacht und abends wieder verschlossen werden – ohne viel Aufwand. Auch Kaninchen lieben den Schnee und springen gerne darin rum. Wer Kaninchen schon einmal beobachtet hat, wie sie fetzen und springen, dem geht das Herz auf. Außerdem frieren sie durch die Bewegung nicht so schnell. Wenn Kaninchen den Sommer über draußen sind bekommen sie ein dickes Fell für den Winter und können die kalten Temperaturen gut aushalten.

Die Missstände sind meistens nicht beabsichtigt, vielmehr ist es die Gedankenlosigkeit der Leute: "Die Kaninchen waren ja schon immer in dem Stall hinterm Haus." Auch wird den Betteleien der Kinder für kleine „Häschen“ zu schnell nachgegeben ohne zu überlegen. Man hat Verantwortung für mindestens 6-8 Jahre. Nach anfänglicher Euphorie bleibt die Arbeit dann schnell an den Eltern hängen, die auch meist wenig Lust haben, die Tiere artgerecht zu versorgen.
Jedoch ist auch beim Tierschutz der Fortschritt bei einer artgerechten Tierhaltung nicht aufzuhalten. Der Vergleich einer unserer Mitarbeiterinnen spricht für sich:
Setzen Sie sich mal einen ganzen Tag in einen winzigen Verschlag, in dem Sie sich nicht mal aufrichten können. Wenn es Ihnen dort platzmäßig gefällt, dann können sie Ihr Kaninchen weiterhin in einem kleinen Stall halten – wenn nicht, dann sollten Sie umdenken bzw. überhaupt mal darüber nachdenken.
Sollten sie nun festgestellt haben, dass auch ihr Kaninchen oder Meerschweinchen etwas ins Hintertreffen geraten ist, können sie uns gerne kontaktieren und wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, um auch ihrem Kaninchen ein artgerechtes Leben zu ermöglichen.
Dies gilt im übrigen auch für Meerschweinchen und allen anderen Tieren in Käfighaltung. Wir hoffen, dass wir mit unserem Aufruf die Lebensbedingungen und damit auch die Lebensfreude der Tiere verbessern können.
Sollten Sie Fragen dazu haben oder konkrete Hilfe benötigen, bitte rufen Sie uns an.

Unser Vermittlungsziel bei Kleintieren ist eine großzügige Haltung mit organisiertem Freilauf, geräumigen Ställen oder Käfig mit artentsprechenden Beschäftigungsmöglichkeiten und Versteckplätzen zusammen mit Artgenossen oder noch besser: in einem Garten mit marder- und ausbruchssicherem Gehege.