UNSERE KLEINTIERE

KLEINTIERVERMITTLUNG BEIM TIERSCHUTZVEREIN LANDKREIS EBERSBERG

Vor einiger Zeit bat eine Gruppe von 5 entzückenden Zwergkaninchen um Herberge bei uns. Sie wurden gemeinsam nachts auf einem öffentlichen Parkplatz gefunden. Da niemand die kleinen Mümmelmänner (3) und Mümmelfrauen (2) vermisst hat, müssen wir davon ausgehen, dass sie kaltherzig ausgesetzt worden waren. Inzwischen sind sie alle tierärztlich untersucht und kastriert und möchten nun gerne bald in ein schönes liebevolles Zuhause mit gesicherter Außenhaltung und einem behaglichen Haus mit viel Platz zum Spielen, Toben, Hakenschlagen und leckerem Futter umziehen. Bitte beachten Sie: Kaninchen leben nicht gerne alleine, sie sind sehr soziale Tiere und fühlen sich in einer Gemeinschaft am wohlsten. Wir vermitteln daher nur paar- bzw. gruppenweise. Einzelhaltung ist Tierquälerei!

Wir stellen vor - von oben nach unten:

Stups (schwarz) und Borstl (braun)
2 weiblich/kastriert, schwarz, Alter unbekannt. Die beiden Damen sind sehr aufgeschlossen und an Menschen interessiert, nehmen auch das ein oder andere leckere Blümchen aus der Hand und werden nur gemeinsam vermittelt, eventuell nach der Kastrationskarenz gemeinsam mit Krümel.

Krümel,
männlich/ kastriert, schwarz, Alter unbekannt
Klecks (braun) und Bommel (schwarz)
männlich/ kastriert, braun, Alter unbekannt
Die beiden Burschen sind noch etwas schüchtern, aber wenn man ihnen etwas Geduld entgegenbringt, sind sie neugierig genug, sich den Menschen anzunähern.

Alle unsere löffeltragenden Schützlinge wohnen bei uns in geräumigen Häusern mit Freilauf zum Mümmeln und Hoppeln und wünschen sich in ihrem zukünftigen Zuhause mindestens genau so viel Platz.

Wenn Sie unsere kleinen kuscheligen Langohrträger kennenlernen wollen, melden Sie sich gerne bei uns.

Kontakt: Telefon 08092 2470646

 

Hoppel und Moppel, stattliche "Deutsche Riesen"-Mix-Burschen sind etwa eineinhalb Jahre alt und kastriert. Ihr Familie musste sie schweren Herzens bei uns abgeben, da eine Freigehegehaltung im neuen Zuhause nach einem Umzug nicht mehr möglich war.

Die beiden knuffigen Kerle sind freundlich, aufgeschlossen und neugierig und können, wie man auf den Bildern sieht, einer frisch gepflückten Löwenzahnblüte oder einem Gänseblümchen aus der Hand nie widerstehen. Da sie sich seit jüngster Kindheit kennen, werden Hoppel und Moppel nur gemeinsam vermittelt.

Sie brauchen einen wind-, wetter- und wildgeschützten großen Stall mit eingezäuntem Freigehege, um auch in Zukunft gemeinsam hoppeln, fetzen und spielen zu können. Bitte beachten Sie hierzu auch unseren untenstehenden Text zur richtigen Haltung von Kaninchen.

Telefon: Kontakt 08092 2470646

 

Kaninchen werden leider vielerorts in viel zu kleinen Käfigen gehalten. Sei es nun der Holzstall draußen oder der Plastikkäfig für die Wohnung. Erschwerend kommt noch hinzu, dass sie weder in der Wohnung frei laufen dürfen noch einen großzügigen Freilauf haben. Tagein, tagaus sitzen sie fast immer an der gleichen Stelle, weil der Stall nicht mehr Bewegungsfreiheit erlaubt - angesichts der kräftigen Hinterbeine sind sie aber zu enormen Sprüngen fähig!
Auch sind die Käfige meist nur spärlich oder gar nicht eingestreut. Besonders im Winter benötigen sie viel Stroh, um sich bei Kälte ein warmes Nest bauen zu können. Viele „räumen“ ihre Kaninchen im Winter in die Garage oder den dunklen Holzschuppen, damit sind sie dann komplett isoliert und von der Welt abgeschnitten. Was gut gemeint ist, ist aber Tierquälerei. Die Tiere brauchen regelmäßige Zuwendung. Kaninchen schreien nicht und wehren sich nicht, sie leiden still vor sich hin.
Kaninchen sind Gesellschaftstiere (leben in Familienverbänden) und sollten mindestens zu zweit gehalten werden, da sie sonst vereinsamen. Sie kuscheln und fressen zusammen und putzen sich gegenseitig. Der Tierschutzverein ist gerne behilflich bei der Vermittlung eines Zweittieres, falls Sie bislang ein Einzeltier halten sollten.

Warum baut man nicht im Freien ein kleines Gehege um den Stall?
So muss nur täglich die Türe morgens aufgemacht und abends wieder verschlossen werden – ohne viel Aufwand. Auch Kaninchen lieben den Schnee und springen gerne darin rum. Wer Kaninchen schon einmal beobachtet hat, wie sie fetzen und springen, dem geht das Herz auf. Außerdem frieren sie durch die Bewegung nicht so schnell. Wenn Kaninchen den Sommer über draußen sind bekommen sie ein dickes Fell für den Winter und können die kalten Temperaturen gut aushalten.

Die Missstände sind meistens nicht beabsichtigt, vielmehr ist es die Gedankenlosigkeit der Leute: "Die Kaninchen waren ja schon immer in dem Stall hinterm Haus." Auch wird den Betteleien der Kinder für kleine „Häschen“ zu schnell nachgegeben ohne zu überlegen. Man hat Verantwortung für mindestens 6-8 Jahre. Nach anfänglicher Euphorie bleibt die Arbeit dann schnell an den Eltern hängen, die auch meist wenig Lust haben, die Tiere artgerecht zu versorgen.
Jedoch ist auch beim Tierschutz der Fortschritt bei einer artgerechten Tierhaltung nicht aufzuhalten. Der Vergleich einer unserer Mitarbeiterinnen spricht für sich:
Setzen Sie sich mal einen ganzen Tag in einen winzigen Verschlag, in dem Sie sich nicht mal aufrichten können. Wenn es Ihnen dort platzmäßig gefällt, dann können sie Ihr Kaninchen weiterhin in einem kleinen Stall halten – wenn nicht, dann sollten Sie umdenken bzw. überhaupt mal darüber nachdenken.
Sollten sie nun festgestellt haben, dass auch ihr Kaninchen oder Meerschweinchen etwas ins Hintertreffen geraten ist, können sie uns gerne kontaktieren und wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, um auch ihrem Kaninchen ein artgerechtes Leben zu ermöglichen.
Dies gilt im übrigen auch für Meerschweinchen und allen anderen Tieren in Käfighaltung. Wir hoffen, dass wir mit unserem Aufruf die Lebensbedingungen und damit auch die Lebensfreude der Tiere verbessern können.
Sollten Sie Fragen dazu haben oder konkrete Hilfe benötigen, bitte rufen Sie uns an.

Unser Vermittlungsziel bei Kleintieren ist eine großzügige Haltung mit organisiertem Freilauf, geräumigen Ställen oder Käfig mit artentsprechenden Beschäftigungsmöglichkeiten und Versteckplätzen zusammen mit Artgenossen oder noch besser: in einem Garten mit marder- und ausbruchssicherem Gehege.