Herzlich Willkommen beim Tierschutzverein Ebersberg

 

Am Mittwoch, den 13. März 2019 wurde unserem Verein die Tierschutzplakette des Deutschen Tierschutzbundes verliehen. Der Deutsche Tierschutzbund zeichnet Tierheime und Fundtierauffangstationen aus, die nach den Richtlinien des Deutschen Tierschutzbundes arbeiten. Die Tierheimplakette steht für vorbildliche Tierhaltung, die über das gesetzliche Mindestmaß hinausgeht und deren Einhaltung vom Dachverband Deutscher Tierschutzbund überwacht wird. Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, die uns im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreicht wurde. Im Bild von links: Udo Ockel, Sprecher der Landkreisbürgermeister, Nicole Brühl, Präsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, Walter Brilmayer, 1. Bürgermeister der Stadt Ebersberg, Evelyn Bauer, Vorsitzende Tierschutzverein Ebersberg, Rudolf Heiler, Altbürgermeister der Stadt Grafing, Dr. Katharina Pasche, Dt. Tierschutzbund (Bild: S. Rossmann)

 

Das nachfolgende Schreiben erreichte uns über eine private Igelstation, wir möchten diesen Aufruf gerne an die Besucher unserer Internetseite weiterleiten mit der Bitte um Beachtung!

Sehr geehrte Damen und Herren der Geschäftsführung, sehr geehrte Damen und Herren der Ämter, sehr geehrte Tierärzte,

ich stehe stellvertretend für ein paar hundert private Igel- Pflegestellen wie auch private Igelstationen in Deutschland. Seit einigen Jahren nehmen die Verletzungen der gefundenen Igel massiv zu. Sie beginnen im Frühjahr und finden sich bis in den Herbst rein bei immer mehr dieser geschützten Wildtiere.

Was für Verletzungen sind dies und wie woher kommen sie?
Ganz einfach, sie entstehen bei Gartenarbeiten in privaten Gärten wie auch auf öffentlichen Stellen. Immer mehr „arbeitserleichternde“ Geräte werden an Privatpersonen verkauft, wie auch von Gartenämtern genutzt. Mähroboter, Rasentrimmer, Fadenschneider, ferngesteuerte Rasenmäher, Laubbläser und –sauger. All diese Geräte töten und verletzten Wildtiere. Nicht nur Igel, dieses seit 12 Mio. Jahren unverändert auf der Erde vorkommende Säugetier. Jetzt in fast allen Ländern Deutschlands auf der Vorstufe oder bereits auf der Roten Liste zu finden.

Es gibt Untersuchungen, dass 90% aller Lebewesen, die auf einer Rasenfläche oder unter Hecken und in Büschen leben, von o.g. Gerätschaften getötet werden. Egal ob diese Geräte tagsüber oder nachts eingesetzt werden, sie > häckseln Eidechsen, Frösche, Kröten, Schlangen oder eben auch Igel. Tiere, die nicht sofort umkommen, werden oft massiv verletzt und sterben oft einen langen, grauenvollen Tod. Wenn Igelmütter verletzt werden, stirbt der gesamte Wurf der Igelsäuglinge.

Mir ist bewusst, dass gerade die Baumärkte nicht bereit sein werden, auf dieses „Verkaufs-Geschäft“ zu verzichten. Daher bitte ich Sie eindringlich Ihre Mitarbeiter zu verpflichten, bei Verkauf solcher Geräte den Kunden eindringlich darum zu ersuchen, NIEMALS im Dunkeln zu hantieren und niemals unter Büschen oder Hecken zu arbeiten. Die Mähroboter so einzustellen, dass sie ausschließlich tagsüber mähen und NICHT unter Gebüsch/Hecken.

Bitte bedenken Sie, dass ein Igel mit 15 Gramm auf die Welt kommt, das ist Daumengröße. Ab ca. 150 Gramm Gewicht, laufen die Tiere bei Dämmerung auf Nahrungssuche hinter der Mutter her. Kein Mähroboter erkennt so eine Größe als Tier und stoppt. Wie auch keinen Frosch oder Blindschleiche.

Die Mitarbeiter der Gartenämter, wie auch privater Hausmeistereien, bitte ich ebenso zu informieren. Oft ist den Menschen, Verkäufern oder Nutzern nicht bewusst, was sie für Leid erzeugen. Durch Unachtsamkeit und Unwissen.

Ich danke Ihnen in aller Form für die Beachtung und Weitergabe dieser Informationen. Wir Igelretter ertragen dieses Tierleid nicht mehr und in Zeiten des massiven Artensterbens, nicht nur von Insekten, kann so jeder von uns einen kleinen Teil zum Erhalt eines kleinen, unschuldigen und unscheinbaren Lebens beitragen.

Mehr fundierte Informationen finden Sie gerne unter www.pro-igel.de. Gerne dürfen Sie diese Nachricht mit den Fotos veröffentlichen oder auch nutzen, um aufzuklären oder zu schützen. Auch wenn es weh tut, sowas zu sehen. Bitte informieren SIE!

Hochachtungsvoll und hoffnungsvoll, Igelpflegestelle

 

Wir suchen zuverlässige Tierfreunde, die - vorwiegend im Frühjahr und Herbst - beim Fangen von freilebenden und wilden Katzen helfen oder dies selbständig erledigen können. Die Tiere müssen zum Tierarzt gebracht, dort kastriert und ggf. behandelt und dann wieder an ihre angestammten Plätze zurückgebracht werden. Wenn Sie uns dabei helfen möchten, rufen Sie uns doch bitte an, wir freuen uns sehr über Ihre Unterstützung.

Tel. 08092 2470646

 

Wie Sie den Medienentnehmen konnten, wird unsere Fundtierauffangstation mit anonym "entsorgten" Tieren regelrecht überschwemmt, die meisten davon sind teilweise schwer erkrankt.

Wir dürfen an dieser Stelle nochmals betonen:
Die Krankheiten unser Findlinge sind zwar fast immer behandelbar, aber die Behandlung ist ein ums andere Mal langwierig und kostenintensiv. Gerade Fundtiere mit multiplen Erkankungen, derer sich ihre Besitzer einfach entledigt haben, schlagen mit hohen Tierarztkosten zu Buche. Trotzdem lassen wir kein Tier mit einer guten Heilungschance und Lebenserwartungsprognose im Stich!

Aus diesem Grunde möchten wir Sie, liebe Tierfreunde, Mitglieder und Besucher unserer Internetseite, ganz herzlich um eine Spende bitten. Einige skrupellose Menschen bedienen sich unserer Ressourcen, um kaltherzig ihre kranken Tiere, mit denen sie keine Lust hatten, zum Tierarzt zu gehen, loszuwerden.

Schon an dieser Stelle sagen wir ganz herzlich Vergelts Gott für Ihre Unterstützung!
Wir geben unser Bestes für unsere Schützlinge, wir freuen uns sehr, wenn Sie uns mit einer Spende dabei helfen. Jeder Euro zählt! Alle unsere Tiere wollen leben und haben jedes Recht darauf, dass wir ihnen gemeinsam dabei helfen.

 

Liebe Tierfreunde, noch immer haben wir reichlich Platz im Eingangsbereich für "Ihre" Spendenfliese. Die Fliesen werden - wie das gezeigte Beispiel - in Handarbeit hergestellt und ganz nach ihren Wünschen mit Namen und Tieren versehen. Selbstverständlich erhalten Sie dafür eine Spendenbescheinigung.

Liebe Mitglieder, liebe Tierfreunde, die Fundtierauffangstation steht und wir haben schon vielen Tieren ein vorübergehendes Dach über dem Kopf bieten können, aber auch der laufende Betrieb und die Versorgung der Tiere kostet laufend viel Geld. Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende, die seit so vielen Jahren im Landkreis dringend benötigte Unterbringung von Fundtieren zu einem dauerhaft erfolgreichen Projekt zu machen.

Ihre

Evelyn Bauer
1. Vorsitzende
Tierschutzverein Landkreis Ebersberg e.V.